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Bevorstehende Termine

Bibelgespräch "Wege in den Himmel" (Gen 28)
Datum: 11. Dezember 2017,
19:00 Uhr
Zusammenfassung: mit Pfarrer Dr. Knobloch
Advents-Café
Datum: 13. Dezember 2017,
15:00 Uhr
Adventsmeditation "Warten auf inneren Frieden"
Datum: 13. Dezember 2017,
19:00 Uhr
Weihnachtsfeier der Senioren
Datum: 14. Dezember 2017,
14:30 Uhr
Zusammenfassung: Pfarrer Dr. Knobloch stimmt die Senioren auf Weihnachten ein
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Kita Sternengarten: Unsere Konzeption 

 

Vorwort

 

Liebe Leserin,  lieber Leser,

der Sternengarten wird von der Evangelisch-Lutherischen Epiphaniaskirche im Auftrag der Stadt München geführt. Was hat es für Gründe und Auswirkungen, dass die Kita von der Kirchengemeinde betrieben wird?

Der Kirchengemeinde ist es ein Anliegen, für alle Menschen im Stadtbezirk da zu sein, unabhängig von Mitgliedschaft und Religion. Allach-Untermenzing ist ein Bezirk mit vielen Familien, deshalb hat die Epiphaniaskirche es zu einem Schwerpunkt gemacht, Kindern und Menschen mit Kindern zur Seite zu stehen. Im Sternengarten möchten wir Kindern Raum zur Entwicklung und Entfaltung geben und Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.

Christliches Gedankengut findet sich in der pädagogischen Grundeinstellung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Kinder genauso zu stärken wie das Bewusstsein von Gemeinschaft und Rücksicht. Die Mitarbeitenden arbeiten mit den Stärken der Kinder und wollen ihnen Raum geben, sie trauen ihnen altersgemäß viel zu. Die Kinder erfahren Achtung und sollen andere achten können.

Geborgenheit spielt eine Rolle in der Zugehörigkeit zur jeweiligen Gruppe. Aus Geborgenheit heraus je nach Alter und Entwicklungsstand immer mehr eigene Wege zu gehen, wird durch ein teiloffenes Konzept gefördert.

Christlichen Hintergrund hat der verantwortliche Umgang mit Ressourcen der Schöpfung. Das Essen ist fleischlos und meist aus biologischer Produktion und es wird selbst gekocht, auch mit den Kindern.

Sie finden im Haus Kinderbibeln und im Schlusskreis wird immer wieder aus der Bibel erzählt. Christlicher Glaube wird nicht übergestülpt, ist aber ein fester Bestandteil im Leben des Hauses. Mehrmals im Jahr besuchen die Kinder zum Kindergartengottesdienst die Epiphaniaskirche. Die christlichen Jahresfeste werden in unserem Kindergarten gefeiert.

Wir freuen uns, wenn Kinder und Eltern im Sternengarten etwas von der Liebe und der Achtung spüren, die Gott zu Menschen hat. Alle Kinder sind unabhängig von ihrer Konfession oder Kirchenzugehörigkeit willkommen. Offenheit für christlichen Geist ist aber notwendig, auch ausgesprochener und gelebter Glaube ist ein Teil unseres Konzepts.

Ich wünsche allen Kindern gutes Entfalten im Sternengarten!

 

Geschichte der Einrichtung

 

 

Am 1.September 2000 wurde die neu erbaute Kindertagesstätte am Bauschweg 2 in München-Allach eröffnet. Die evangelisch-lutherische Epiphaniasgemeinde übernahm die Trägerschaft für die dreigruppige Einrichtung, die 2001 den Namen „ Sternengarten“ bekam. Pate gestanden hat der große Epiphaniasstern in einem Fenster unserer Epiphaniaskirche.

Kindertagesstätte Sternengarten

Bauschweg 2

80999 München

Leitung: Esther Zabel

stellvertretende Leitung: Anne Heller

Träger:                                                                       

Evangelisch-Lutherische Epiphaniasgemeinde  

St-Johann-Str. 24                                      

80999 München                                   

Ansprechpartner: Pfarrer Dr. Harald Knobloch

 

Lage

 

Der „Sternengarten“ liegt am Bauschweg am westlichen Stadtrand von München in einer Spielstraße umgeben von Feldern, Tümpeln, den „Kiesbergen“ und in der Nähe des Wäldchens Lochholz. Erreichbar sind wir über die S 2 (Bahnhof Allach, ca. 2,5 km entfernt) und den Bus 164, Haltestelle Hauseggerstraße.

 

Anzahl der Kindergartenplätze

 

In unserer Einrichtung werden zur Zeit 75 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in teiloffenen Gruppen betreut. Außerdem findet an zwei Nachmittagen der Woche unsere Einsteigergruppe statt, in der ca. 12 Kinder von zwei bis drei Jahren langsam in den Kindergarten hineinwachsen.

Öffnungszeiten (Kernzeit von 9.00 – 12.00 Uhr)

Mo – Do:          7.15 – 17.00 Uhr

Fr:                    7.15 – 16.00 Uhr

Sprechzeiten der pädagogischen Mitarbeiter nach Vereinbarung.

Unsere Elternbeiträge richten sich nach der Gebührenordnung der Stadt München.

 

Architektonisches Konzept

 

Unser Kindergarten ist ein auf Holzbauweise konzipiertes Energiesparhaus auf zwei Ebenen mit vielen Fenstern.

 

Auf der unteren Etage befinden sich zwei Gruppenräume, ein Werkraum und ein Kinderrückzugsraum, sowie ein großer Flur mit Nischen zum Spielen, einer Küche, einem Materialraum, einem Büro, einem Elterninformationseck und sanitären Einrichtungen.

Im ersten Stock befindet sich ein dritter Gruppenraum mit Nebenraum, der als Förderraum genutzt wird. Hinzu kommen ein Mehrzweckraum, den die Kinder in Kleingruppen zur freien Verfügung nutzen und der von uns auch als Turnraum genutzt wird, sowie eine überdachte Terrasse, ein Mitarbeiterraum und sanitäre Einrichtungen.

In unseren Gruppenräumen ist die Einrichtung größtenteils aus Holz. Bewegliche Regale und Tücher geben uns die Möglichkeit verschiedene Funktionsecken (Puppenecke/Rollenspielecke, Konstruktionsecke) nach den Bedürfnissen der Kinder zu gestalten. Wir verwenden möglichst nachhaltige Produkte, viel Holz, Spielsachen die zur vielfältigen Gestaltung anregen. So bekommen die Kinder die Möglichkeit Alltagssituationen aufzugreifen und zu verarbeiten.

Das Haus ist von einem großzügigen Garten mit Wasserspielplatz, Klettertürmen, Kletterwand, Sandkasten, Rodelhügel, Grünflächen, Terrasse, Gebüschen und Beeten umgeben.

 

Der evangelische Gedanke

 

Der Kindergarten ist offen für alle Kinder im Einzugsbereich, deren Erziehungsberechtigte bereit sind, die christliche Prägung als „Kindergarten in evangelischer Verantwortung“ anzunehmen. „Evangelisch“ ist dabei einerseits die Offenheit, andere Überzeugungen zu akzeptieren; andererseits aber auch, in der Vielfalt der Meinungen den eigenen Standpunkt sichtbar zu machen.

Dies zeigt sich zum Beispiel darin, dass wir im Abschlusskreis am Freitag mit allen Kindern u.a. biblische Geschichten erzählen und gestalten. Wichtig sind uns und den Kindern die Besuche unseres Pfarrers und unsere Kindergottesdienste im Rahmen des Kindergartenalltags in der Kirche.

Unser Kindergarten nimmt aktiv am Familiengottesdienst im Advent und am Sommerfest der Kirchengemeinde teil.

 

Christliche Grundwerte durchdringen gleichsam unsere Arbeit. Wir sind davon überzeugt, dass der Glaube an Gott Haltungen prägt und sich im Verhalten äußert.

Kinder sollen sich in der Schöpfung Gottes als seine Geschöpfe erleben. Sie sollen uns als Vorbild im achtungsvollen Umgang mit der Schöpfung sehen.

Kinder sollen lernen, Selbstachtung (Fähigkeiten) zu entwickeln, soziale Beziehungen mitzugestalten, ihre Um- und Mitwelt wahrzunehmen und verantwortlich in ihr zu leben.

Wir möchten den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen vorleben, indem wir ökologische Lebensmittel beziehen und verarbeiten. Die Kinder erleben bei uns wie aus diesen Lebensmitteln von unserer Köchin unser Mittagessen gekocht wird. Sie dürfen beim Kochen mithelfen und einmal in der Woche kocht unser pädagogisches Team mit den Kindern.

Achtsam leben heißt auch, achtsam mit unseren Spielmaterialien umzugehen, was oft ganz schön schwierig ist. Wenn die Kinder einzelnes Spielzubehör verlieren, muss dies erst gemeinsam gesucht werden. Kaputt gegangenes Holzspielzeug oder auch unser Mobiliar wird mit den Kindern repariert. Kinder, die einen Werkraumführerschein haben, also schon alleine im Werkraum arbeiten können, reparieren Spielzeuge oft schon in Eigenregie.

Folgende Eckpfeiler prägen unser christliches Verständnis:

Grundvertrauen

Das Kind wird ermutigt, sich in der Welt zurechtzufinden, um gern in der Gemeinschaft zu leben.

Außerdem wird es in seinem Grundvertrauen bestärkt, indem es Geborgenheit, Halt und Grenzen erfährt.

Immer wieder erzählt die Bibel davon, dass Gott den Menschen verspricht, sie zu begleiten. Beziehung zu Gott ist von dem Vertrauen geprägt, dass Gott vorbehaltlos zu den Menschen hält und sie auch in schwierigen Situationen nicht im Stich lässt. In den Worten des 23. Psalms hat dieses Vertrauen bleibenden Ausdruck gefunden: “Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich kein Unglück. Denn du bist bei mir.“

Individualität

Jeder Mensch ist einzigartiges und unverwechselbares Individuum, mit seinen besonderen Gaben, Fähigkeiten und auch Schwächen, und auch mit dem Bedürfnis, diese eigenständig entfalten zu können. Menschliches Leben als Geschenk Gottes verstehen heißt, es in dieser Einmaligkeit zu akzeptieren.

Das bedeutet für uns als pädagogische Mitarbeiter, das Kind im Kindergartenalltag wertfrei zu beobachten und Fragen zu stellen: Wen habe ich vor mir? Wie geht dieses Kind an bestimmte Dinge

heran? Welches Temperament hat es? Welche Begleitung braucht es, um mit anderen Menschen und mit Dingen in Beziehung zu treten? Diese Überlegungen helfen uns, die Kinder bei der Entwicklung ihrer personalen Kompetenzen zu unterstützen. Dafür nehmen wir uns im Team viel Zeit in der wöchentlichen Teamsitzung. In diesem Sinne versuchen wir, nicht nur den Kindern zu begegnen, sondern auch den Eltern und uns selbst.

Autonomie

Das christliche Menschenbild zielt auf die Freiheit, auf den „aufrechten Gang“, auf die Selbständigkeit im eigenen Denken und Tun.

Im Kindergartenalltag können wir dies im Freispiel, das bei uns einen Großteil des Tages ausmacht, gut beobachten und fördern. Die Kinder erleben die Autonomie des anderen und lernen in Konfliktsituationen mit ihm zusammen einen Kompromiss „auszuhandeln“.

Verantwortung

Zur Freiheit gehört die Verantwortung anderen gegenüber. Beides ist nach christlichem Verständnis untrennbar miteinander verbunden.

  Kinder beobachten ein Schneckenrennen.

Die Bibel spricht in diesem Zusammenhang von der Nächstenliebe und vom Respekt vor der Schöpfung und unseren Mitmenschen.

Ein Beispiel aus unserem Alltag: Ein oder mehrere Kinder spielen auf dem Teppich mit der Eisenbahn und möchten nicht gestört werden. Sie stellen ein Stoppschild auf, so können alle diese Grenze klar erkennen und respektieren.

Schuld und Vergebung

Immer wieder scheitern Menschen an der Aufgabe, Gerechtigkeit und Frieden zu verwirklichen. Die biblische Sicht des Menschen beschönigt hier nichts. Aber sie betont auch, dass von Gott her immer wieder Vergebung geschieht und ein Neuanfang möglich wird.

Beispiel aus dem Alltag:

Hält sich ein Vorschulkind nicht an die Gartenregeln, so darf es am nächsten Tag nicht alleine in den Garten. Danach wird dem Kind wieder vertraut, dass es sich an die Gartenregeln hält.

Kreativität

Gott hat jeden Menschen mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet. Dazu gehören auch die Schöpfungskraft, die Kreativität und die Phantasie, aus der heraus immer wieder Neues und Überraschendes entstehen kann. Mit ihren Gaben sollen die Menschen Mitwirkende an Gottes Schöpfung sein. Das schließt auch die Neugier auf Neues, Unbekanntes ein, samt der Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Ideenreichtum darf seinen Ausdruck finden in ungewohnten Gestaltungsformen.

Die Kinder haben in unserem Haus einen großen Fundus an verschiedensten Materialien.










Heuschrecke, aus Seilen und Naturmaterialien von Kindern gestaltet

 

Sie haben auch die Möglichkeit, in einen Kreativraum/Werkraum zu gehen und mit Hammer und Säge zu arbeiten. Die Entwicklung der Kreativität wird auch durch die spielzeugfreie Zeit gefördert, die in zwei- bis dreijährigem Abstand stattfindet und mehrere Wochen im Sommer dauert.

 

Geheimnisvolles

Trotz allem Entdecken bleibt die Welt auch voller Rätsel und schöner Geheimnisse. Fragen nach den Ursprüngen unserer Welt und unserem Leben müssen offen bleiben. Uns Menschen ist es aufgegeben, auch mit dem Unerklärbaren zu leben.

Schöne Geheimnisse gibt es viele bei uns im Kindergarten.

Wir empfinden den Weg von Maria und Josef zur Krippe nach.

Zum Beispiel werden die Feste entweder an dem Tag selbst oder danach begangen und nicht vorher. Manche Dinge sind einfach da, ohne dass wir eine Erklärung haben. Auch ist es uns ein großes Anliegen, dass Kinder Geheimnisse selbst entsprechend dem Stand ihrer Entwicklung entdecken können. Auch wenn es uns Erwachsenen viel Geduld abverlangt, dem Kind Zeit zu lassen.

 

Hoffnung

Nach biblischem Verständnis werden dunkle Erfahrungen gemildert durch die Hoffnung, dass Gott auch in aussichtslos erscheinenden Situationen neuen Raum zum Leben eröffnen wird. Dieses Prinzip der Hoffnung zu vermitteln, sehen wir als Aufgabe an, z.B. den Abschieds-Schmerz eines Kindes über die morgendliche Trennung von den Eltern zuzulassen und in ihm das Zutrauen zu wecken, diese Situation bewältigen zu können.

 

Es gibt für jeden Bereich viele Beispiele, wie wir in unserer Einrichtung unser christliches Menschenbild wahrnehmen. Vieles an diesem christlichen Menschenbild gehört zu den unwiderruflichen Erziehungszielen im Blick auf alle Kinder – nicht nur auf die Angehörigen der christlichen Konfessionen. Zusammen mit den Kindern werfen wir immer wieder einen Blick auf andere Länder und versuchen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu herauszufinden.

 

Grundprinzipien unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit - Bild des Kindes

 

Durch den respektvollen Umgang achten wir das Kind in seinen Bedürfnissen und Wünschen und nehmen es ernst.

Jedes Kind benötigt seinen Raum und seine Zeit, die einzelnen Entwicklungsstufen auszuleben, um den nächsten Schritt zu wagen.

 

 

Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit. Wir wollen das Kind in seiner Entwicklung begleiten und in seiner eigenen Persönlichkeit stärken, damit es in einen selbstbewussten Umgang mit seiner Umwelt hineinwachsen kann. Jedes Kind kann sich individuell entfalten. Dazu können die Kinder ihre Spielräume im Freispiel, das einen großen Zeitrahmen im Tagesablauf einnimmt, selber wählen. Sie haben die Möglichkeit, im Turnraum eine Zeit mit anderen Kindern abzusprechen und ihn dann selbständig nutzen.

Wir setzen Vertrauen in das Kind und seine Fähigkeit, sich durch die vorbereitete Umgebung selbst zu entwickeln. Das heißt z.B., dass jüngere bzw. neue Kinder im Werkraum von uns begleitet und angelernt werden. Wenn sie dann älter und sicherer im Umgang mit den Werkzeugen und den Regeln im Werkraum geworden sind, haben sie die Möglichkeit, einen sogenannten Werkraumführerschein zu machen und dürfen nach vorheriger Absprache allein im Werkraum arbeiten. Dies geschieht im Sinne eines ko-konstruktiven Bildungsverständnisses.

 

Wir geben dem Kind die Freiheit, sich in der Kindertagesstätte das zu holen, was es für sein Wachstum braucht. Dafür steht jedem Kind das gesamte Haus zur Verfügung, mit allen, die darin leben. Die eigene Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

 

Rolle des Erziehers

 

Wir, die Elementarpädagogen, gestalten die Umgebung durch das Material, den Arbeitsplatz und das Gruppenangebot so, dass jedes Kind sich angesprochen fühlt zu lernen, Fragen zu stellen und neue Dinge zu entdecken. Das heißt für uns zum Beispiel, jedem Material seinen Platz zu geben.

Es werden Materialien aus verschiedenen Bereichen (Sinnesmaterial, Sprache, Mathematik, Kosmische Erziehung…) angeboten, um das Kind in seinen Basiskompetenzen gezielt und ganzheitlich zu fördern. (Kosmische Erziehung umfasst nach Maria Montessori u.a. die Bereiche Geographie, andere Kulturen, Sitten und Religionen.)

Wir unterstützen die Kinder in ihrer Eigenständigkeit und in ihrer Gemeinschaftsfähigkeit. Dabei bekommen sie die Hilfe, die sie brauchen, um sich kompetent zu erleben und ihre Probleme erfolgreich zu bewältigen. Die Kinder erleben sich so in ihrer Selbstwirksamkeit.

 

Verhalten des Erziehers im Gruppenalltag:

Beobachtung  von Bedürfnissen, Entwicklungsstand, Defiziten, Interessen, Sozialverhalten, Ausdauer und Stärken.

Aufbau einer Vertrauensbeziehung durch Liebe, Zuwendung und Grenzsetzung.

Erziehung zu Selbständigkeit und Unabhängigkeit,

Unterstützung (Hilfe anfordern lernen). Anleitung, Konflikte weitgehend alleine zu lösen, aber bei Bedarf Hilfe anzufordern, wobei wir als Vermittler tätig sind und die Kinder bei der Suche nach Lösungen unterstützen. Erarbeitung von Regeln, die für alle gelten und für alle einhaltbar sind. Von uns vorgegebene Rituale im Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresrhythmus geben den Kindern Struktur, Orientierung und dadurch Sicherheit.

 

 

Die Erzieher fungieren als Vorbild.

Partizipation: Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Themen im Gruppenkreis oder im Abschlusskreis einzubringen und Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Unser bewegliches Mobiliar ermöglicht ihnen, Ideen für die Raumgestaltung einzubringen. Eigene Handlungskompetenz erleben die Kinder wenn sie zum Beispiel kaputte Spielsachen im Werkraum reparieren.

Die Umsetzung der Aufgaben des Erziehers und unserer pädagogischen Grundhaltung reflektieren wir in den regelmäßigen Teamsitzungen.

 

Bedeutung des Freispiels

 

Das für uns bedeutsame Motto eines Weltkindertages lautete: "Kinder brauchen Zeit!" Die UN Kinderrechtskonvention forderte für Kinder "das Recht auf Zeit und zwar ausdrücklich auf "Frei-Zeit" (engl. leisure), frei von Pflichten und Forderungen und Förderungen ...  Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Kinder solche freie Zeit brauchen für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, ihrer Kreativität, ihrer Kenntnisse und Erfahrungen, ihrer Beziehungen und Freundschaften, ihres Körpers und ihres Gehirns - kurz, freie Zeit für ihre Bildung."(BETA)

Kinder lernen und verinnerlichen Verhaltensweisen im Spiel, dabei profitieren sie besonders von den Ergebnissen ihrer eigenen Impulse und Interessen im selbstbestimmten Spiel, dem Freispiel.

In der selbstbestimmten Aktivität des Kindes entwickeln sich wertvolle elementare und soziale Lernprozesse. Durch die Entwicklung von Eigeninitiative und gemeinsamen Spielideen im Freispiel erlernt und erweitert das Kind im Kontakt mit anderen Kindern seine Fähigkeiten im Bereich der Kooperation, Empathie und Kompromissbereitschaft. Im Freispiel wählen die Kinder selbständig Spielpartner, Spielort und Spielform. Das Kind geht mit einem anderen Kind/ern in die Puppenecke und sie spielen Tierfamilie. Es kommen noch weitere Kinder dazu, und die Tierfamilie vergrößert sich. Oder aber das Kind ist im Garten und geht dort mit seinen Spielpartnern zu einem freien Platz und sie bauen sich aus Hölzern ein Haus.

Im Freispiel wird das Kind von der pädagogischen Fachkraft beobachtet und wenn nötig unterstützt.

 

„Das Spiel ist gewissermaßen der Hauptberuf eines jeden Kindes,

das dabei ist, die Welt um sich herum ... zu begreifen."

(Armin Krenz)

 

Bedeutung des offenen Hauses

 

Wir geben dem Kind im offenen Haus die Freiheit sich das zu holen, was es für seine Entwicklung braucht. Dazu steht ihm das gesamte Haus mit all seinen pädagogischen Mitarbeitern zur Verfügung. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich im Freispiel in den einzelnen Gruppen zu begegnen und voneinander und miteinander zu lernen. Hierbei werden sie von uns nicht im Stich gelassen, sondern durch Rituale, gemeinsame Regeln und sichtbare Zeichen getragen: Zum Beispiel zeigt eine Tafel, was im Freispiel angeboten wird. Im ganzen Haus haben wir ein gemeinsames Projekt, das in den einzelnen Gruppen verschieden umgesetzt wird. Alle Jahres- und Kirchenfeste feiern wir mit allen Kindern gemeinsam.

Für den Zeitraum Mittagskreis - Mittagessen - Mittagsruhe schließt das offene Haus. Die Kinder nehmen in ihrer Kerngruppe, in einer selbstgewählten Gruppe am Wünschetag, oder in den Altershomogenen Gruppen am Stuhlkreis teil.

Am Freitag treffen wir uns zum gemeinsamen Abschlusskreis: Hier erleben die Kinder biblische Geschichten und sprechen Dinge an, die alle Kinder betreffen. Im offenen Haus sind klare Strukturen und regelmäßige Tagesabläufe besonders wichtig. Sie geben den Kindern Halt, Sicherheit und Orientierung.

 



Strukturen werden gegeben durch: gemeinsame Regeln, Schilder wie das Gartenschild und das gemeinsame Jahresthema.

 

 

Erziehungsziele – Pädagogische Arbeit

 

Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und innere Persönlichkeit bezeichnet. Deshalb werden sie im Folgenden als frühpädagogische Ziele formuliert.

Siehe Bayrisches Kinderbildungs-und Betreuungsgesetz ( BayKiBiG )

1. Personale Kompetenzen

Selbstwertgefühl und positives Selbstbild werden durch einen wertschätzenden Umgang und positive Bestätigung gefördert (siehe auch Bild des Kindes). Diese Wertschätzung ist nicht an Bedingungen geknüpft, so dass sich das Kind in seiner Persönlichkeit angenommen fühlt. Selbstwertgefühl und positives Selbstbild werden gefördert, indem wir auf die Beiträge der Kinder zu unseren Hausthemen eingehen. So können die Kinder Materialien und Ideen zum Thema von zu Hause mitbringen und im Stuhlkreis einbringen.

Außerdem unterstützen wir die Kinder, mit dem Grundsatz von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“. Wir ermutigen die Kinder auch für sie schwierige Aufgaben zu bewältigen und unterstützen sie in ihren Ideen. Bauen die Kinder sich eine Höhle aus Tüchern, so ermutigen wir sie, nochmals zu überlegen, wie ein rutschendes Tuch anders festgemacht werden könnte. So können die Kinder aus ihren eigenen Fähigkeiten schöpfen.

Die Kinder erleben die eigenen Kompetenzen auch, indem sie den Alltag mitgestalten und Aufgaben übernehmen, z.B. Decken des Mittagstisches, Mitwirkung der Vorschulkinder bei der Planung ihrer Ausflüge. Die Selbstwahrnehmung des Kindes wird so auf verschiedenen Ebenen geschult.

Durch unsere persönliche Weltoffenheit fühlen sich die Kinder in ihrer Kultur und Herkunft angenommen und wir leben ihnen Toleranz und Neugierde auf Fremdes vor. Jedes Jahr erleben wir dies bei unserem dreiwöchigen Projekt „Fremde Länder“. Dabei stellen wir eine Verbindung zur Erlebniswelt und Herkunft der Kinder her.

 

Erziehung zur Selbständigkeit: Das Freispiel im Garten ist erst ab fünf Kindern möglich. Wenn ein Kind in den Garten möchte, sucht es erst mindestens vier weitere Kinder und dann erkundet es aufgrund des Gartenschildes, welche Gruppe für die Begleitung im Garten zuständig ist.

Weiter fördert eine jährliche mehrtägige Ferienfahrt mit allen Kindern die Entwicklung der Selbständigkeit der Kinder.

 

2. Motivationale Kompetenzen

Im Freispiel erleben sich die Kinder in hohem Maße in ihrer eigenen Autonomie und in ihrer Verantwortung. Unser Ziel ist es, dass die Kinder Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen und lernen, Dinge kritisch zu hinterfragen. Um diese Verantwortung zu übernehmen, brauchen sie jedoch auch Einblicke in verschiedene Abläufe des Alltags. Strukturen im offenen Haus erleichtern den Kindern den Überblick. Ein akustisches Gongsignal zeigt den Wechsel vom Freispiel zum Mittagskreis an.

Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes. Dabei möchten wir das Kind dort abholen wo es steht. Das Kind hat z.B. beim Kindergarteneintritt bereits bestimmte Konfliktlösestrategien entwickelt. Wir unterstützen es nun dabei, ein gesellschaftsfähiges Selbstkonzept der Konfliktlösung weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch differenzierte positive Rückmeldung, aktives Zuhören und das Verbalisieren von Gefühlen.

Damit die Kinder ihr körperliches Selbstkonzept beispielsweise beim Naseputzen weiter entwickeln können, stehen für die Kinder gut erreichbar Taschentücher zur Verfügung.

Kinder gehen neugierig auf ihre Umwelt zu. Wir bereiten das Umfeld der Kinder vor, um sie zum Forschen und Entdecken anzuregen und dadurch dem Wunsch der Kinder zu lernen entgegenzukommen.

Dabei unterstützen wir das Kind seiner Entwicklung entsprechend und aufgrund seiner individuellen Interessen. Ihren Individuellen Interessen können sie u.a. nachgehen, wenn sie sich am Wünschetag für eine Aktion ihrer Wahl eintragen.

 

3. Kognitive Kompetenzen

Die Kinder sollen ihre Umwelt ganzheitlich erleben, das bedeutet für uns, dass wir Projekte mit allen Sinnen wahrnehmen. Dabei bearbeiten wir Themen aus der Lebenswelt der Kinder und veranschaulichen sie, damit die Kinder an ihren eigenen Erfahrungen anknüpfen können. Die Vorschulkinder bearbeiten möglichst selbständig einzelne Aufgaben, die das Gedächtnis und die Problemlösefähigkeit aber auch Phantasie und Kreativität fördern. Dabei lernen sie, sich ihre Aufgaben einzuteilen und sich eine eigene Struktur zu erarbeiten. So haben sie z.B. die Aufgabe, im Werkraum mehrere Nägel in ein Stück Holz zu hämmern. Dazu müssen sie einem Erwachsenen erklären worauf sie bei dieser Aufgabe achten müssen und dann Arbeitsmaterialien zusammensuchen und ihren Arbeitsplatz organisieren. Oder aber sie haben die Aufgabe, einem Erwachsenen ein Rätsel zu stellen.

 

4. Physische Kompetenzen

In der regelmäßig angebotenen Bewegungsbaustelle haben die Kinder die Möglichkeit, ihre grobmotorischen Fähigkeiten zu erproben und diese in ihrem eigenen Tempo zu festigen und zu erweitern. Durch eine ansprechende, immer wieder wechselnde Gerätezusammenstellung im Turnraum und verschiedene Klettermöglichkeiten und Baumaterialien wie Hölzer im Garten, entsteht ein hoher Aufforderungscharakter und die Kinder erleben auch immer wieder den Spaß an der Bewegung und den eigenen Fähigkeiten.

Zur Entwicklung der Feinmotorik stehen den Kindern in den Gruppen verschiedenste Materialien und auch Montessorispiele zur Verfügung.    

 

5. Soziale Kompetenz

wird entwickelt durch die Übernahme von Verantwortung für andere. Bereits zu Beginn des Kindergartenjahres erarbeiten wir gemeinsam die Gruppen- und Umgangsregeln, damit die Kinder sich und die Anderen kompetent und angenommen erleben und in ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt werden (siehe auch Bild des Kindes). Jedes Kind entwickelt sich zu einer eigenständigen Persönlichkeit, jedoch im Kontext zur Gruppe, d.h. die eigene Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Wir sehen Konflikte als Chance zur Weiterentwicklung und zum Erlernen und Erproben von Konfliktstrategien. Dabei unterstützen wir die Kinder, ihre Bedürfnisse auszudrücken, sich gegenseitig zuzuhören und wenn möglich eine Lösung auszuhandeln.

Die Vorschulkinder übernehmen Patenschaften für die Kinder, die neu im Kindergarten sind.

Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung ihrer Kommunikationsfähigkeiten.

Bis zu fünf Kinder dürfen bei uns unter Beachtung bestimmter Regeln alleine in die Turnhalle.

Sind schon Kinder in der Turnhalle, verhandeln sie mit Hilfe der Uhr vor der Turnhalle, meist selbständig, wann getauscht wird.

Gesprächsregeln im täglichen Stuhlkreis fördern die Fähigkeiten in der Gruppenkommunikation.

Kooperationsmöglichkeiten ergeben sich, außer im Freispiel, auch beim Tischdecken und bei verschiedenen Projekten. Beim Winterfest überlegen und planen die Vorschulkinder gemeinsam, welche Verpflegung sie für die Eltern und Kinder anbieten möchten. Sie kaufen diese ein, bereiten das Essen und die Räume vor und verkaufen es gemeinsam.   

 

6. Lernmethodische Kompetenz

Das Lernen der Kinder im Kindergarten wird durch das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten (Selbstkonstruktion) und durch die Ko-Konstruktion im Kontakt mit den Erwachsenen auf der Grundlage einer guten Beziehung gefördert. So lernen die Kinder, ihr Wissen auf unterschiedliche Situationen zu übertragen und flexibel zu nutzen. Im letzten Jahr vor der Schule wird dieser Prozess noch erweitert und systematisiert.

Durch passendes Material in der Bauecke können die Kinder sich Wissen über Größenverhältnisse aneignen, dieses erproben und auf ihre Gebäude im Garten transferieren.


7. Widerstandsfähigkeit-Resilienz

Resilienz bedeutet für uns, dass Kinder auch in schwierigen Situationen und/oder unter schwierigen Bedingungen eine positive Haltung bewahren und sich den Herausforderungen des Lebens stellen. Hier werden die Weichen bereits im Kindergartenalter gestellt. Grundlage hierfür ist ein positives Selbstkonzept.

„Ich habe - Menschen die mich gerne haben.

Ich bin – eine liebenswerte Person und respektvoll mir und anderen gegenüber.

Ich kann – Wege finden, Probleme lösen und mich selbst steuern.“ (Daniel und Wassel, 2008, S.161)

Hierfür geben wir im sozialen Miteinander Raum für positive Lernerfahrungen. Wir arbeiten ressourcenorientiert in der Kindertagesstätte und in der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Eine Möglichkeit der Dokumentation und eine Grundlage im Entwicklungsgespräch ist die Ressourcensonne.

Das offene Haus bietet zusätzlich Freiräume zur Mitgestaltung, Platz für Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten. Dabei kann das Kind seine Stärken und Bewältigungsstrategien erproben und festigen und erlebt sich selbstwirksam.

 

8. Altersgemäße pädagogische Arbeit

Grundsätzlich unterstützen wir die Kinder in ihrer Eigenständigkeit, dabei bekommen sie die Hilfe, die sie brauchen, um beispielsweise ihre Probleme erfolgreich zu bewältigen.

 

  • Das erste Jahr im Kindergarten

Das neu angekommene Kind darf unseren Kindergarten entdecken und erleben. Wir Erwachsene schaffen mit Hilfe der älteren Kinder einen besonderen Schonraum. Hier erfährt das Kind Hilfe und Unterstützung. Durch gemeinsame Aktionen wie Gruppenprojekte, den gemeinsamen Abschlusskreis, Feste etc. entwickeln die Kinder neben dem Zugehörigkeitsgefühl in ihrer Kerngruppe auch Solidarität im gesamten Kindergarten. Einmal in der Woche sind alle gleichaltrigen Kinder im Stuhlkreis zusammen.

 

Symbole für Finger-/ Kreisspiele (Oben auf dem Berge, Zottelzaum und Apfelbaum, zehn kleine Zappelmänner, Schuhsalat)

Dieses Angebot findet erst einige Wochen nach dem Start im September statt, um die Kinder in ihrer Kerngruppe ankommen zu lassen. Die Kinder, die schon länger im Kindergarten sind, übernehmen Patenschaften für die neuen Kinder. Sie unterstützen die neuen Kinder beim Ankommen und in ihrer Selbständigkeitsentwicklung durch Hilfestellung und ihre Vorbildfunktion.

 

Um den Übergang in den Kindergarten erfolgreich zu bewältigen, gestalten wir die Eingewöhnung des Kindes in Zusammenarbeit mit den Eltern individuell, auf der Grundlage der Vorerfahrungen und der Bedürfnisse des einzelnen Kindes.

 

  • Das zweite Jahr im Kindergarten

Im zweiten Jahr können die Kinder auf der Basis der bereits gewonnenen Sicherheit ihren Wirkungskreis erweitern. Sie haben die Möglichkeit, an einer Nachmittags‘AG teilzunehmen. In der altershomogenen Gruppe (einmal in der Woche im Stuhlkreis) finden differenziertere und komplexere Angebote statt.

Kreative Aufgabe in der altershomogenen Gruppe

Zunehmend sollen die Kinder Lösungswege immer selbständiger und mit weniger Unterstützung durch die Erwachsenen lösen. Findet das Kind seine Hausschuhe nicht, so gehen wir nicht mehr mit ihm auf die Suche wie am Anfang, wir überlegen gemeinsam mit dem Kind wo es seine Hausschuhe suchen könnte.

Im zweiten Kindergartenjahr unternehmen wir mit den Kindern schon erste Ausflüge.

 

  • Das letzte Jahr im Kindergarten

In erster Linie wird hier die Arbeit von den Jahren davor fortgeführt, verfeinert und mehr Selbständigkeit gefordert. Die Vorschulkinder dürfen nach dem Erarbeiten der Gartenregeln und nach Absprache alleine in den Garten gehen.

In ihren Vorschulmappen erledigen die Kinder Woche für Woche möglichst selbständig ihre Aufgaben, die die verschiedensten Bereiche, wie Bewegung, Singen, Experimente, Sprache, Mathematik etc., abdecken.

Eine Vorschulaufgabe ist es, das Laufen mit Stelzen zu lernen.

Informationen geben die Kinder zunehmend selbständig weiter, d.h. die Eltern erfahren Details zu Ausflügen hauptsächlich durch gemalte Merkzettel ihrer Kinder.

Den Höhepunkt bildet ein besonderes, von den Kindern erarbeitetes Projekt (z.B. ein selbst ausgedachtes Musical, Theaterstück, selbst gedrehter Film).

 

9. Themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsbereiche

Unser Jahresthema wird am Anfang des Kindergartenjahres vom Team für das gesamte Haus festgelegt. Die Angebote und Aktivitäten umfassen alle Bildungsbereiche. Unsere Wochenstruktur und der Tagesablauf geben den Kindern im offenen Haus Orientierung und Sicherheit.

Uhrzeit

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

7:15-9:00

Ankommen der Kinder und Freispiel und gleitende Brotzeit

9:00-11:00

Freispiel, freies Angebot, sowie gleitende Brotzeit bis 10:00

11:00-12:00

Gruppenkreis

Altershomogene Gruppen

Wünschetag

Gruppenkreis

Gemeinsamer Abschlusskreis

12:00-12:05

Abholzeit

12:15-12:45

Mittagessen

anschl. bis 14:00

Gemeinsames Spielen im Garten oder Haus und Möglichkeit zum Schlafen

Ab 14:00

Abholen jederzeit möglich

14:15-15:00

Nachmittags AG‘s

 

bis 17:00

Spielen in Haus und Garten

 

10. Nachmittags-AGs

Wir bieten am Nachmittag feste Kleingruppen in verschiedenen Bereichen an (z.Z. Bewegung, Kreativ, Forscher, Theater). Die Eltern und die Kinder haben die Möglichkeit, sich hierzu fest anzumelden.

Wir möchten den Kindern in vertrauter Umgebung ermöglichen, ihren Interessen und Neigungen in einer kleinen Gruppe nachzugehen, um neue Erfahrungen zu sammeln und zu vertiefen.

 

Essen und Gesundheit

 

Wir haben eine Köchin im Haus, die frisches vegetarisches Essen für uns zubereitet. Hierbei werden fast ausschließlich ökologische Produkte verwendet. Auch achten wir darauf, dass wir Lebensmittel der Saison verwenden. Die Kinder können die Köchin beim Kochen unterstützen. Einmal in der Woche kochen die Gruppen im Wechsel, hierbei entscheiden die Kinder der Gruppe, was sie kochen möchten, und überlegen, was sie dazu brauchen.

 

Bedeutung der Familie: Bildungs- und Erziehungs-partnerschaft

 

Die Eltern sollen die Kindertagesstätte als offen erleben.

Wir verstehen uns neben der Familie als Wegbegleiter des Kindes.

Für sie wollen wir qualifizierte, fachliche Ansprechpartner sein und bieten Unterstützung und Hilfestellung an, auch in Form von Hausbesuchen.

In gegenseitigem Respekt möchten wir ein Stück Weg im Leben des Kindes mitgehen.

Den Eltern bieten wir die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen, durch:          
- unsere vier bis fünfmal stattfindenden Elternabende
- unsere Feste mit den Eltern
- Familienwanderwochenende in den Bergen
- Gemeinsame Projekte im Haus oder im Garten
 

Wir wollen in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entwicklung des Kindes auf eine individuelle Weise ganzheitlich unterstützen (Kopf, Herz, Hand und Bauch).

Wegbegleiter der Familie zu sein, beginnt mit einem ersten Elterngespräch über die Entwicklungsschritte des Kindes bis zum Kindergarteneintritt (Hausbesuch). Weitere Elternberatung findet nach den Bedürfnissen der Eltern statt, sowie ein Abschlussgespräch vor dem Schuleintritt.

Die Eltern können im Haus hospitieren, hierbei führen wir ein Einleitungsgespräch und zum Abschluss ein Reflexionsgespräch durch.

 

Elternbeirat

 

Der Elternbeirat ist das Bindeglied zwischen Eltern und Team. E vertritt die Interessen der Elternschaft und wird jährlich demokratisch gewählt.

Unser Elternbeirat ist im Kindergartenalltag präsent durch regelmäßige Elternbriefe und beteiligt sich neben den Eltern an Aktionen und Festen und unterstützt zum Teil die Organisation und Vorbereitungen. Der Elternbeirat tagt regelmäßig, an 1-2 öffentlichen Sitzungen im Jahr können sich alle Eltern beteiligen. Kontakte können persönlich, über den Elternbeiratskasten im Kindergarten oder per E-Mail aufgenommen werden.

 

Team

 

Die vielfältigen Aufgaben unseres Berufes erfordern eine ständige, persönliche und fachliche Weiterbildung sowie den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen. Deshalb nehmen unsere Teammitglieder regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil und unterstützen einander durch kollegiale Beratung. Von den Zusatzausbildungen einiger Mitarbeiter können so alle Teammitglieder profitieren.

Auch regelmäßige Teambesprechungen sind unerlässlich.

Eine fachliche Unterstützung, in Form von Supervision, steht uns als Team zur Verfügung.

Die Elternbefragung, Planungs- und Konzepttage, sowie die oben genannten Maßnahmen dienen der Qualitätssicherung unserer pädagogischen Arbeit. Es gibt zwei Sicherheitsbeauftragte und mehrere Ersthelfer im Team.  

Des Weiteren werden wir auch durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Kindergartenausschusses der Evang.-Luth. Epiphaniasgemeinde unterstützt.


Abschied vom Kindergarten und Zusammenarbeit mit der Schule


Wir halten Kontakt zu den jeweiligen Sprengel–Schulen, so dass die Kinder einen fließenden Übergang erleben. So treffen wir uns mit den Erstklass-Lehrerinnen um Informationen auszutauschen. Im Juni kommt eine Lehrerin zu uns in den Kindergarten und erlebt einen Mittagskreis mit den Vorschulkindern, im Juli gehen wir mit den Kindern in die Schule.

Kinder mit höherem sprachlichen Förderungsbedarf haben die Möglichkeit, im letzten Kindergartenjahr am Vorkurs Deutsch in der Schule teilzunehmen.

 

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

 

Grundschule und andere Kindergärten

Kirchengemeinde

Evang. Dachverband

Frühförderstelle

 

Anmeldemodalitäten

 

Wichtig für uns ist die Teilnahme der Eltern an unserem Informationsabend im Februar/März. Hier stellen wir unsere Konzeption vor. So können die Eltern bewusst entscheiden, ob unsere pädagogischen Schwerpunkte zu ihren eigenen Erziehungsvorstellungen passen und wir können dann gemeinsam die Erziehungspartnerschaft zum Wohle des Kindes erfolgreich gestalten.

Die Termine für den Informationsabend und der anschließenden Anmeldung stehen auf der Internetseite und hängen im Eingangsbereich des Kindergartens aus. Der Erstkontakt kann auch über den Kita-Finder geschehen, die Anmeldung erfolgt wie hier beschrieben.

Die Platzvergabe erfolgt nach einem Punktekatalog, der sowohl die Bedürfnisse des Kindes und der Familien, sowie die der bestehenden Kindergartengruppen berücksichtigt.

 

Wir möchten, dass die Kinder unserer Einrichtung spüren, was uns als Träger und Mitarbeiter leitet:

 

Kinder sind eine Gabe Gottes,

dass sie zur Welt kommen, ist ein Geschenk.

(Psalm 127,3)

 

Literaturnachweis

 

Die Entdeckung des Kindes      Maria Montessori

Sein zum Erziehen                    Rebecca Wild

Erziehung zum Sein                  Rebecca Wild

Hoffnung Leben                       Rheinischer Verband Evang. Tageseinrichtungen für Kinder

Kinder sind vom Himmel           John Gray

Kinder haben Rechte! … auf Zeit.          Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V. (Daniel und Wassel)

 


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